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Wien, am 19.April 2012
 
Titanic und Wilhelm Gustloff
Ein Untergang ist nicht allein                                        Man konnte in der Tracht von einst
Verlust von Schiff und Waren,                                     an Deck herumspazieren
er kann auch Katastrophe sein,                                     und zu Musik von damals feinst
wie öfters wir erfahren.                                                im Speisesaal dinieren.
Doch nur wenn’s viele Tote gibt,                                  Mit einem Wort, man konnt’ aufs neu
bleibt so ein Fall als Thema                                          Geschichte miterleben
selbst bei der Nachwelt noch beliebt -                          beinahe im Detail getreu -
ein altbekanntes Schema.                                              bis auf das letzte eben.
Konkret sind’s hundert Jahre schon,                             Statt dessen warf am Unglücksplatz
daß man davon berichtet,                                             man ohne Panikszenen
und manches ist für schnöden Lohn                             schlicht Blumen runter als Ersatz
vielleicht hinzugedichtet.                                              und drückte ein paar Tränen.
Man taucht in Tiefen, recherchiert,                               Den Opferweltrekord errang
entwickelt Hypothesen,                                                - auch das ist nicht Legende -
macht Filme und man suggeriert,                                  indes ein andrer Untergang,
wie’s wirklich sei gewesen.                                           im Weltkrieg knapp vorm Ende.
Zum Jahrestag – und das ist wahr -                               Nur waren nicht kollateral,
gab auf der Route heuer                                               vielmehr bezweckt die Schäden -
es stilecht ein Dacapo gar                                             drum will die Welt, so ist’s nun mal,
als Mini-Abenteuer:                                                      nicht gern darüber reden...
 
Pannonicus
Diese treffenden Verse von Dr. Richard G. Kerschhofer sind in der aktuellen Ausgabe der Preußischen Allgemeinen Zeitung erschienen, wo der Autor allwöchentlich als „Pannonicus“ mit einem satirischen Gedicht vertreten ist: http://www.preussische-allgemeine.de/nachrichten/artikel/zweierlei-nostalgie.html
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