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Wien, am 10. Feber 2014

Memento Dresden

13. bis 15. Feber 1945

Dresden stirbt im vierfachen Bombeninferno

 

„Wieviel starben, wer kennt die Zahl?

An deinen Wunden sieht man die Qual

Der Namenlosen, die hier verbrannt

Im Höllenfeuer aus Menschenhand.“

(Inschrift auf dem Dresdner Heidefriedhof)

Worte von Max Zimmering

 

Das Gedenken an die unschuldigen Opfer des Bombenterrors in Dresden ist zum Symbol für die vielen anderen Angriffe gegen die Zivilbevölkerung geworden. Die Trauer an den Gedenktagen wurde aber zusehends von stiller Betroffenheit zur Selbst-Anklage gewandelt. Opfer sind jenseits von Schuld auf allen Seiten beklagenswert, die eigenen können dabei aber nicht geringer sein.

Für Nachgeborene ist das Geschehen des 13. bis 15. Februar 1945 – der diabolische Vorgang und seine verheerende Wirkung – nicht wirklich nachvollziehbar und auch nur schwer zu vermitteln.

Luftmarschall Sir Robert Saundby, Stellvertreter und engster Mitarbeiter von Sir Arthur Harris (Bomber-Harris) bekennt:

„Dass die Bombardierung Dresdens eine erschütternde Tragödie war, kann niemand leugnen“.

Zwei vernichtende britische Feuersturmangriffe kurz hintereinander, kombiniert mit Brand- und Sprengbomben, auf das zivile Innenstadtgebiet von ca. 12qkm, verhinderten die Rettungsmöglichkeiten. Zwei weitere amerikanische Angriffe in den darauf folgenden Stunden vollenden die unfassbare, vierfache Vernichtungsorgie der über 2000 beteiligten Bomber.

Kurt Vonnegut jr., amerikanischer Schriftsteller, als Kriegsgefangener Augenzeuge des höllischen Geschehens, im SPIEGEL 6/2005 S.159:

„Die Zerstörung Dresdens war das größte Massaker der europäischen Geschichte“.

Die mit Ostflüchtlingen überfüllte Stadt hinterließ so große Leichenmengen, dass wegen Seuchengefahr und geringster Transportmöglichkeiten Massenverbrennungen schon am ersten Tag an mehreren Stellen der Stadt durchgeführt werden mussten. Dokumentiert findet sich nur die erst ab 21.2.1945 bis 5.3.1945 stattgefundene am Altmarkt.

Leichenbergungskommandos waren noch bis April 1945 für die massenhaft verschütteten Kellertoten planmäßig eingesetzt, danach bis 1957 im Rahmen der Freiräumungsmaß-nahmen.

Die im Dresdner Stadtmuseum noch vor 1989 gesammelten Schmelzen von Materialien mit Schmelzpunkt bis 2000 Grad weisen zudem auf die nicht mehr registrierbaren, veraschten Menschenopfer des Bombardements hin (Kremierungstemperatur liegt bei 800 Grad).

Von der 2004 eingesetzten Historikerkommission wurden aber nur die noch vorhandenen Dokumente als wissenschaftlich bewertet und Augenzeugen als traumatisiert einseitig abgelehnt.

So wurden aus 275.000 Opfern (Internationales Rotes Kreuz)

jetzt als Obergrenze 25.000 Opfer bestimmt.

Dieses "politisch korrekte", opferverachtende Ergebnis, kann nicht allein bei uns Zeitzeugen, sondern auch im In- und Ausland nur noch Abscheu erregen.

 

Allen toten
einschl. der namenlosen Brandopfer Dresdens

zum bleibenden Gedenken

 

E.E. Korkisch, ehem. Kruzianer / Kreuzchorschüler, Augenzeuge, 85354 Freising,  Vimystr. 4