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FÜR UNSERE JUGEND, DIE FERN DES INFERNOS AUFGEWACHSEN UND ERZOGEN WURDE:

FRAGT UND SUCHT DIE ÜBERLEBENDEN, SOLANGE ES NOCH MÖGLICH IST, FREI VOM IRRGANG DER ZEIT!

 

„Der Unterschied zwischen ‚Gott und den Historikern besteht hauptsächlich darin, dass Gott die Vergangenheit nicht mehr ändern kann“.

Samuel Butler 1835 – 1902, englischer Philosoph

 

Für Nachgeborene ist das Geschehen des 13. bis 15. Februar 1945 – der diabolisch geplante Vorgang und seine verheerende Wirkung – nicht wirklich erfassbar und daher nur unvollkommen zu vermitteln.

 

Winston Churchill hatte am 15. Mai 1940 den Kabinettsbeschluss für das Flächenbombar-dement  erreicht und beginnt den Luftkrieg:

„Die Geschichte urteilt nach Erfolg und Misserfolg, das ist alles.  Niemand fragt den Sieger, ob er im Recht war oder nicht“.

 

Sir Robert Saundby, Luftmarschall, Stellvertreter und engster Mitarbeiter von Sir Arthur Harris (Bomber-Harris) bekennt ungeachtet der vielen ähnlich zertrümmerten deutschen Städte: „Dass die Bombardierung Dresdens eine erschütternde Tragödie war, kann niemand leugnen“.

 

Harold Nash, Bomberpilot, in der Sendung der Bombenkrieg im ZDF vom 4.2.2003

 „Ich wollte Held sein, aber ich bin Terrorflieger geworden. Ich kann dieses (Kriegsverbrechen) nicht verteidigen“.

 

Kurt Vonnegut jr., amerikanischer Schriftsteller, als Kriegsgefangener Augenzeuge des höllischen Geschehens im Spiegel 6/2005, S. 159:

 „Die Zerstörung Dresdens was das größte Massaker der europäischen Geschichte“.

 

Von den vier Großangriffen mit über 2000 beteiligten Bombern hinterließen schon die beiden ersten Feuersturmangriffe so große Leichenmengen, dass wegen der Seuchengefahr und geringster Transportmöglichkeiten Massenverbrennungen schon am folgenden Tag an mehreren Stellen der Stadt, eine Woche vor der dokumentierten am Altmarkt, stattgefunden haben.

Zum Vergleich: In Hamburg wurden nach dem im Sommer 1943 durchgeführten dreistündigen Feuersturmangriff der Royal Airforce mit amtlichen 41800 Opfern keine Verbrennungen not-wendig vorgenommen, wie im winterlichen Dresden. Die hier nicht ausführbaren Wassertunnel der Feuerwehr wie in Hamburg waren zur Fluchthilfe nicht vorhanden.

Die historische Wissenschaft stößt an ihre Grenzen und spricht dennoch von einer maximalen Opferzahl von 25000, das Genfer Internationale Rote Kreuz konstatiert: 275000 Opfer.

 

Gret Palucca, Tanzpädagogin und Ehrenbürgerin von Dresden mahnt die Nachwelt:„Nie in meinem Leben kann ich diese Erlebnisse jener Zeit vergessen. Sie sollten immer als Menetekel vor den Augen aller Menschen stehen, damit dieses von barbarischen Menschenhirnen erdachte und von grausamer Menschenhand ausgeführte Verbrechen sich nicht wiederhole“.

 

E.E.Korkisch, ehem. Kruzianer/Kreuzchorschüler, Augenzeuge,

85354 Freising, Vimystr. 4