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Vertreibungsverbrechen im Unterricht

Wien, am 3. Dezember 2013

Vertreibungsverbrechen im Schulunterricht behandeln

Utl.: Auf die Umsetzung kommt es an.

Für Vertriebene verdienen zwei jüngst von der bundesdeutschen/bayrischen Politik verabschiedete Entscheidungen besondere Beachtung:

So sieht die Koalitionsvereinbarung im Bund zwischen CDU-CSU und SPD die Schaffung eines nationalen Gedenktages an Flucht, Vertreibung  und Zwangsmigration vor.  Ein Vorhaben, das in dieser Form erst nach über sechzig  Jahren  u.a. auch an die Ereignisse, Folgen und Betroffenen einer der größten völkerrechtswidrigen  Vertreibungsmaßnahmen erinnern und mahnen soll. Bleibt zu wünschen, dass dessen Einführung von ähnlichen teils unwürdigen Querelen und Diskussionen wie sie sich um die Stiftung ‘Flucht -Vertreibung-Versöhnung‘ abspielten, verschont bleibt.

Auf ihrem Parteitag am 22. November 2013 stimmte die in Bayern allein regierende CSU - ohne weitere Aussprache und ohne Gegenstimme - einem vom Delegierten Bernd Posselt, MdEP eingebrachten Antrag zu, künftig in den bayrischen Schulunterricht auch die Vertreibungsverbrechen aufzunehmen und zu behandeln. Ein beispielhaftes Vorhaben, das in weiteren (Bundes-) Ländern Nachahmung finden sollte!

Beide Vorhaben verdienen es, von den Vertriebenen nicht  bloß zur Kenntnis genommen zu werden. Vielmehr bleibt abzuwarten und ist kritisch zu begleiten, wie  beide Vorhaben in der Alltagsrealität tatsächlich umgesetzt  werden.

 (FHS)