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Wien/Prag, am 25. April 2013

 

Nečas kritisiert Zemans Aussagen über Vertreibung der Deutschen

 

Premier Petr Nečas kritisiert, wie sich Staatspräsident Miloš Zeman in Wien über die Vertreibung der Deutschen nach dem Zweiten Weltkrieg geäußert hat. Zeman hatte gesagt, angesichts der Tatsache, dass 90 Prozent der Deutschen in der Tschechoslowakei durch die Wahl von Konrad Henlein Hochverrat begangen hätten, sei die Vertreibung eine weitaus geringere Bestrafung gewesen, als zum Beispiel die Todesstrafe. Premier Nečas forderte Zeman am Mittwoch auf, seinen Ton zu mäßigen. Man schreibe schließlich das Jahr 2013 und sei Mitglied der Europäischen Union.

Am Mittwoch äußerte sich Zeman bei einem Gespräch mit der Präsidentin des österreichischen Nationalrats, Barbara Prammer, erneut zur Vertreibung. Dabei betonte der tschechische Präsident, er bedauere die Exzesse der Vertreibung. Zeman befand aber, mit diesem Thema sollten sich Historiker befassen. Für Politiker sei es wichtiger, in die Zukunft zu schauen. Die Vergangenheit lasse sich nicht mehr ändern, sagte er laut Agenturberichten.

 

Quelle: Tschechischer Rundfunk 7, Radio Prag ,  URL: http://www.radio.cz/de/nachrichten