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Wien/Berlin, am 4. September 2012

 

Brähmig: Konzept der Bundestiftung Flucht, Vertreibung, Versöhnung ist weiterer Meilenstein

Utl.: Kongress der CDU/CSU Fraktion am 15. Oktober 2012

 

Der Stiftungsrat der Bundestiftung Flucht, Vertreibung, Versöhnung hat die Konzeption der

geplanten Dauerausstellung einstimmig verabschiedet und in fünf Sprachen gleichzeitig

veröffentlicht. Dazu erklärt der Vorsitzende der Gruppe der Vertriebenen, Aussiedler und

deutschen Minderheiten der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Klaus Brähmig:

 

„Die Bundesstiftung Flucht, Vertreibung, Versöhnung hat mit dem einstimmigen Beschluss des

Stiftungsrates einen weiteren und wesentlichen Meilenstein zur Verwirklichung des Dokumentationszentrums

gesetzt.

Das Konzept, welches auf dem bereits vorgelegten Eckpunktepapier beruht, wurde in den Gremien der

Stiftung – Stiftungsrat und Wissenschaftlicher Beirat – intensiv behandelt und stellt nun eine tragende

Grundlage für das zentrale Gedenkvorhaben der Bundesregierung dar.

In dem Dokumentationszentrum wird erstmals die Thematik von Flucht und Vertreibung mit Beginn im 19.

Jahrhundert und im Kontext beider Weltkriege sowie der europäischen Dimension bis in die Gegenwart

umfassend dargestellt und analysiert werden.

 

In Bezug auf die Vertreibungen im 20. Jahrhundert wird konstatiert, dass früheres Unrecht, auch wenn es

noch so groß war, keine rechtliche oder moralische Legitimation für neues Unrecht schafft.

Beide Gremien haben bekräftigt, dass Flucht, Vertreibung und Integration der Deutschen den Schwerpunkt

der Ausstellung bilden. Ferner ist ein Raum der Stille geplant, zu dem die Kirchenvertreter im Stiftungsrat

einen Vorschlag erarbeiten werden, damit auch Angehörige ihrer an unbekanntem Ort verstorbenen

Familienmitglieder gedenken können.

 

Die gleichzeitige Veröffentlichung der Konzeption in Englisch, Französisch, Polnisch und Tschechisch

unterstreicht nochmals den internationalen Aspekt von Flucht und Vertreibung. Sie verhindert, dass

fehlerhafte Übersetzungen zu der falschen Interpretation führen, hier werde Geschichte umgeschrieben

oder der Zweite Weltkrieg neu ausgelegt.

 

Die CDU/CSU-Bundestagsfraktion, im Stiftungsrat vertreten durch die Abgeordneten Klaus Brähmig und

Stephan Mayer, veranstaltet am 15. Oktober zu der Thematik einen ganztägigen Kongress, auf dem das

neue Konzept der Stiftung vorgestellt und diskutiert werden wird.“

www.cducsu.de