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AGMO e.V unterstützt Bestrebungen für Gedenktag

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Vertriebenen-Gedenktag“ auch für Deutsche in der Republik Polen von großer Bedeutung

 

Die AGMO e.V. unterstützt die Bestrebungen für einen nationalen Gedenktag für die Opfer von Flucht und Vertreibung

Die Bundespolitik hat sich in der Frage eines bundesweiten Gedenktages für die Opfer von Flucht und Vertreibung in den vergangenen Monaten nicht bewegt. Nun bringt Bayern wieder Bewegung in die Diskussion: Kurz vor Pfingsten hat die Bayerische Staatsregierung einen landesweiten Gedenktag beschlossen und neben der CSU sind es insbesondere die FREIEN WÄHLER, die auf eine baldige Realisierung des bundesweiten Gedenktages drängen.

Bund der Vertriebenen Bonn und AGMO e.V.
seit Jahrzehnten zusammen für ein Ziel

Die AGMO e.V. unterstützt ausdrücklich die Initiativen aus Politik und Vertriebenenverbänden, die darauf hinarbeiten, dass noch ein möglichst großer Teil der Erlebnisgeneration erleben darf, dass die eigenen Erfahrungen in dieser Form angemessen in der offiziellen Erinnerungskultur verankert werden. Zu der Erlebnisgeneration gehören neben den Flüchtlingen, Vertriebenen und Deportierten gleichermaßen die Heimatverbliebenen im historischen Ostdeutschland. Darin, dass sie seit 1945 als Minderheit in ihrer Heimat starkem Assimilationsdruck ausgesetzt waren, besteht ihre Besonderheit. Dies trennt sie jedoch nicht von den Vertriebenen. Vielmehr verbindet es beide Gruppen, da Heimatverlust und Bedrohung der kulturellen Identität Folgen derselben Ursache sind: der Vertreibung.

Daher wäre ein Tag, an dem Deutschland der Vertreibung gedenkt, auch ein Tag, an dem der besonderen Verbundenheit der Bundesrepublik Deutschland zu den Deutschen in der Republik Polen Ausdruck verliehen würde: In stillem Gedenken an das Geschehene und mit Blick in die Zukunft, die man gemeinsam in europäischem Geist gestalten kann. So, wie es bereits die Charta der deutschen Heimatvertriebenen fordert. Dass der Tag ihrer Unterzeichnung zur kalendarischen Festlegung des Gedenktages dienen würde, liegt nahe.

Die AGMO e.V. bei der Jahrestagung der Frauenreferentinnen
der Landsmannschaft Schlesien

Die Präsidentin des Bundes der Vertriebenen, Erika Steinbach MdB, hat erklärt: „Mit der Einführung dieses Gedenktages zeigt Bayern wiederum, dass sich die Heimatvertriebenen mit ihren Anliegen in diesem Bundesland geborgen fühlen können.“ Die entsprechende Gestaltung eines bundesweiten Gedenktags durch Politik und Vertriebenenverbände könnte auch ein Zeichen dafür setzen, dass sich die Deutschen in der Republik Polen mit ihren Anliegen bei ihren Landsleuten wahrgenommen fühlen dürfen. Bereits vor drei Jahren stellte die AGMO e.V. in einem grundlegenden Artikel fest:


„Parallel zur Bewahrung der heimatlichen Kultur in Landesmuseen und Heimatstuben sollte somit verhindert werden, daß jenseits von Oder und Neiße die Zahl der in entsprechenden Vereinigungen organisierten Deutschen immer weiter abschmilzt. Die dort verbliebenen Repräsentanten ostpreußischer, westpreußischer, pommerscher, brandenburgischer und schlesischer, mithin deutscher Kultur, könnten dieses Kulturgut gemeinsam mit den nach 1945 angesiedelten Polen lebendig halten, würde man sie genug fördern.“

In diesem Sinne steht die AGMO e.V. als Partner zu den deutschen Vertriebenenverbänden und geht auch mit der Forderung nach einem nationalen Gedenktag für die Opfer der Vertreibung an ihrer Seite.