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Wien, am 5. Feber 2014

Junge Löwen im Käfig

Utl.: Roš chodeš (Monatszeitschrift der Föderation jüdischer Gemeinden in der ČR),  berichtete in Nr. 2/ 2014

in einem dreiseitigen Bericht über die Ausstellung deutscher Künstler aus Böhmen, Mähren und Schlesien in der Zwischenkriegszeit, wie sie voriges Jahr in Reichenberg/Liberec präsentiert wurde.

Der Autor Arno Pařík konzentriert sich nicht nur auf die einzelnen Künstler sondern macht auf die Existenz von mehreren Vereinen sudetendeutscher Künstler aufmerksam. Dazu gehört z. B. die „Junge Kunst“ die im Jahr 1927 durch die deutschen Künstler in Prag gegründet wurde.

Der Verein „Die Prager Secession“ hat sich auch politisch und anti-national-sozialistich engagiert.

Zu den deutschen Künstlern der Zwischenkriegszeit gehörten auch zahlreiche Juden wie Mia Münzer (1909-20013) oder Heinrich Feigl. Die deutschen Künstler aus Prag haben damals ihre Werke meist in Prager Galerien oder Versicherungsanstalten ausgestellt.

In der Märznummer von „Roš chodeš“ will Pařík über die deutschen und deutsch-jüdischen Künstler aus dem Sudetenland berichten.

Auf der Seite 23 wird an den vor zehn Jahren verstorbenen tschechischen Journalisten und sozialdemokratischen Politiker Jiří Loewy erinnert (Geboren 1930 in Rumburg als Sohn einer sudetendeutschen Mutter und eines jüdischen Vaters). Loewy war in der kommunistischen Zeit im Gefängnis und hat den Aufenthalt im Uran-Arbeitslager in St. Joachimsthal in den fünfziger Jahren überlebt.

Im Jahr 1969 emigrierte er in die Bundesrepublik Deutschland, seit den Neunziger Jahren lebte er meist in der Tschechischen Republik und hat als Journalist gearbeitet.

„Roš chodeš“ macht auf die neue Ausgabe der Zeitschrift „Judaica Bohemica“ Nr. 48 aufmerksam. Im Beitrag von Magdalena Sedlická geht es um den „Antisemitismus in den Reihen der tschechoslowakischen Exilarmee in der Zeit des Zweiten Weltkriegs“.

Das Jüdische Bildungszentrum Brünn/Brno lädt ein zu dem Vortrag von Radek Fikejz (Stadtmuseum Zwittau) am 20. Feber mit dem Titel:

„Oskar Schindler und Zwittau“.

Fikejz ist Autor einer historischen Monografie über den aus Zwittau stammenden Sudetendeutschen Oskar Schindler, der in der Kriegszeit 1200 jüdischen Menschen das Leben gerettet hat.