Sudetendeutsche, Heimatvertriebene, Haus der Heimat in Wien, Sudetendeutscher Heimattag, Märzgedenken, Zeitgeschichte, Böhmen-Mähren, Sudetendeutscher Pressedienst, Sudetenpost, Publikationen
Siegfried Ludwig, ein treuer Südmährer gestorben

 

 

Siegfried Ludwig – ein treuer Südmährer ist nicht mehr!

Utl.: Auf seine Leistungen für Österreich können seine Landsleute stolz sein

Am 16. April 2013 – einem schönen Frühlingstag – hat sein starkes Herz aufgehört zu schlagen. Seine Verdienste für Österreich – und da besonders für Niederösterreich – werden von anderer Seite dankbar gewürdigt werden, sei es als Finanz-und Kulturreferent des Landes NÖ und schließlich als Landeshauptmann!

Siegfried Ludwig kam am 14. Feber 1926 in Wostitz/Südmähren zur Welt, wo er eine glückliche Kindheit verbrachte. Sein Mitschüler in Znaim im Gymnasium – Peter Alexander (Neumayer) – war am 14.Feber 2011 – am 85. Geburtstag LH Ludwigs – verstorben. An diesem Tag erinnerte sich „Siegi“ gegenüber dem SLÖ-Bundesobmann Gerhard Zeihsel in einem Telefongespräch an seinen lieben und kollegialen Klassenkameraden, den er auch öfters heim zu seinen Eltern nach Wostitz mitnahm, aber er war auch auf Gegenbesuch in Wien in der Sechschimmelgasse bei Peters Eltern. 1944 kamen sie zum Arbeitsdienst und überlebten den großen Krieg! Nach dem Studium trat Ludwig in den niederösterreichischen Landesdienst und machte eine Karriere, auf die seine Landsleute stolz sind.

LH Ludwig erkannte als überzeugter Europäer und christlicher Abendländer die Bedeutung der Regionen und gründete im Mai 1990 die ARGE Donauländer, nachdem er bereits vorher in Kooperationsverträgen mit Südmähren und der ungarischen Region Zala, durch zusätzliche Grenzübergänge versuchte, die Randlage des Bundeslandes zu lockern. Dieser Weitblick schuf erst die Voraussetzung dafür, dass Niederösterreich später von den EU-Förderungs-Programmen am meisten profitieren konnte, als er gemeinsam mit Außen-minister Alois Mock am 19.11.1989 in Klein Haugsdorf und am 17.12.1989 in Laa den Stacheldraht durchschneiden konnte.

Unser südmährischer Landsmann hat sich aber auch niemals gescheut, das Unrecht der Beneš-Dekrete anzusprechen, sei es bei Zusammenkünften im Rahmen der ARGE-Donauländer mit Richard von Weizsäcker 1992 oder mit Václav Klaus und Vladimir Meciar oder beim Besuch einer Südmährer-Delegation beim damaligen Außenminister Dr. Wolfgang Schüssel 1999, die immerhin einen Parlamentsbeschluss gleichlautend mit der Resolution des Europa-Parlaments zur Folge hatte. Natürlich unterstützte er auch die Landsmannschaft, u.a. besonders bei der Gedenkstätte Kreuzberg in Kleinschweinbarth, beim Museum Südmährerhof in Niedersulz und bei der Gründung der Südmährer Kulturstiftung.

Siegfried Ludwig werden seine Landsleute so in Erinnerung behalten, wie er immer unterstützend und freundlich zu ihnen und mit ihnen auf den Heimattreffen sprach.

„Namens der Sudetendeutschen Landsmannschaft in Österreich (SLÖ) spreche ich seiner Gattin und allen Verwandten und Freunden von Landeshauptmann Mag. Siegfried Ludwig meine tiefe Anteilnahme aus“ schloss Zeihsel diesen Nachruf.