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Wien, am 5. März 2014

Verwirrspiel der Medien um die Krim-Krise

Utl.: Auch Fürst Schwarzenberg leidet scheinbar an Gedächtnisschwund

Wenn man österreichische Medien der letzten Tage verfolgt kommt man nicht umhin, eine gewisse Gleichschaltung festzustellen wenn man u.a. die Zeitung „Österreich“ und die „Oberösterreichi-schen Nachrichten (OÖN)“ liest.

Dass an der Logik und auch an der geschichtlichen Wahrheit etwas vorbei operiert wird, gehört in solchen Fällen dazu. Vor allem erinnert man sich nicht daran, was im Kosovo geschah. Immerhin wurde da eine „ethnische“ Abspaltung“ – die die Wertgemeinschaft sonst gar nicht gern sieht, von der NATO herbei gebombt (3500 tote Serben). Seither liegt uns das Gebilde „Kosova“ auf der Tasche und ist ein wichtiger Stützpunkt der USA und der Mafia.

Wenn Fürst Schwarzenberg den Fall Krim mit dem Schicksal der Sudetendeutschen vergleicht, so muss man Altersgedächtnisschwund oder „diplomatische Opportunität“ feststellen.

Die Deutschen waren wohl im ganzen Osten nach dem 1. Weltkrieg schutzwürdig, ihre Behandlung war nicht gut – St. Germain und Versaille – was auch ein Grund war Hitler in den Sattel zu helfen. Gerade die Sudetendeutschen mussten am 4. März in Trauer des Tages im Jahr 1919 gedenken: Bei friedlichen Demonstrationen im Sudetenland für den Verbleib bei der Republik Deutsch-Österreich (Wilson Punkte!!) haben die tschechischen Sicherheitskräfte in die Mengen geschossen und 54 Tote zwischen 11 und 80 Jahren blieben zurück….. Die Täter wurden nie auch nur angeklagt!

Wir wissen nicht, ob die Chefredakteure dieses Datum kennen. Es handelt sich auch um keine prioritäre Opfergruppe.

Karel Schwarzenberg dagegen wörtlich in „Österreich“: „Als Hitler den Anschluss Österreichs wollte, hat er erklärt, dass Deutsche in Österreich unterdrückt werden. Als er die Abtrennung der böhmischen Grenzgebiete erzwingen wollte, berief er sich darauf, dass Deutsche in der Tschechos-lowakei verfolgt werden. So war es auch in Polen. Das, was jetzt auf der Krim passiert, ist eine Wiederholung der Geschichte. Putin agiert nach demselben Prinzip wie Adolf Hitler.“

Im Herbst 1938 wurde das Sudetenland im Münchener Abkommen vereinbarungsgemäß dem Deutschen Reich angeschlossen (also keine Annektion!), nachdem der tschechische Staat den 3,5 Millionen Sudetendeutschen, die in einem geschlossenen Siedlungsgebiet lebten, 20 Jahre lang das versprochene Selbstbestimmungsrecht oder die Autonomie vorenthalten hatte und die deutsche Bevölkerung von den tschechischen Behörden drangsaliert wurde.