Sudetendeutsche, Heimatvertriebene, Haus der Heimat in Wien, Sudetendeutscher Heimattag, Märzgedenken, Zeitgeschichte, Böhmen-Mähren, Sudetendeutscher Pressedienst, Sudetenpost, Publikationen
Martin Pollack: Kontaminierte Landschaften

Martin Pollack

Kontaminierte Landschaften

 

„Die Gräber sollen unsichtbar werden, in der Landschaft verschwinden, um die namenlosen Opfer für immer aus der Welt zu schaffen: ohne Leiche kein Verbrechen und ohne Verbrechen keine Anklage.“

 

120 Seiten, Format 140 x 220 mm, Klappenbroschur, ISBN: 9783701716210 EUR: 17,90 / sFR 25,30

Dieses Buch ist auch als E-Book erhältlich, Format EPUB, ISBN ebook: 9783701744572  

EUR 9,99

Residenz Verlag im NÖ Pressehaus, A-3100 St. Pölten, Gutenbergstr .12,

Tel. +43 2742 802-1612, Fax +43 2742 802-1431

www.residenzverlag.at                  mail: info@residenzverlag.at

 

 

Idyllische Landschaften bergen dunkle Geheimnisse

 

An die offiziellen Opfer des 20. Jahrhunderts erinnern Mahnmale und Kriegerdenkmäler. Doch wo gedenken wir der Tausenden namenlos gewordenen, heimlich verscharrten Toten – Juden oder Roma, Antikommunisten oder Partisanen? Wie leben wir in Landschaften, die kontaminiert sind mit den unzähligen vertuschten Massakern Mitteleuropas – im burgenländischen Rechnitz genauso wie im slowenischen Hornwald/Kocevski Rog in Kurapaty bei Minsk oder in Aussig an der Elbe/Usti nad Laben (?R)/ wo in den Tagen nach dem Massaker auf der Beneš-Brücke (31. Juli 1945) durch Tschechen an der deutschen Bevölkerung im angrenzenden Sachsen Dutzende Leichen aus dem Wasser geholt wurden.

Martin Pollack geht es um das schonungslose, aber sorgsame Zeichnen einer anderen, wahrhaftigeren Landkarte unseres Kontinents. Einer Landkarte, in der Erinnerung und Verortung an die Stelle vergifteter Geheimnisse und anonymer Gräber treten.

 

Martin Pollack

geboren 1944 in Bad Hall. Studium der Slawistik und osteuropäischen Geschichte. Übersetzer polnischer Literatur, Journalist und Autor, 1987– 1998 Korrespondent des SPIEGEL in Wien und Warschau. Zahlreiche Preise, u. a. den Ehrenpreis des österreichischen Buchhandels für Toleranz in Denken und Handeln (2007) und den Leipziger Buchpreis zur Europäischen Verständigung (2011). Lebt im Südburgenland und in Wien. Zuletzt erschienen: „Der Tote im Bunker. Bericht über meinen Vater“ (2004), „Wer hat die Stanislaws erschossen? Reportagen“ (2008), „Kaiser von Amerika. Die große Flucht aus Galizien“ (2010).

 

Pollack schreibt mit der forschenden Zurückhaltung des Historikers, die jedoch nie ohne Anteilnahme ist. (Neue Zürcher Zeitung, Cord Aschenbrenner)