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Witikobund weist Sudetenlandvergleich Schäubles mit Krim zurück

Utl.:  Schäuble am 31.3.2014 in Berlin: „… mit solchen Methoden hat Hitler das Sudetenland übernommen!“

 

Der Witikobund e.V. widerspricht Finanzminister Schäuble, wenn er die Vorgänge auf der Krim mit dem Anschluss des Sudetenlandes an das Deutsche Reich 1938 vergleicht, denn dieser Vergleich beruht auf einer verkürzten Geschichtsbetrachtung.

 

Die Sudetenfrage entstand nicht erst 1938, sondern schon im November/Dezember 1918, als tschechische Truppen die deutsch besiedelten Randgebiete Böhmens und Mährens gewaltsam besetzten.

 

Da die ČSR später auch den 1919 vereinbarten Minderheitenschutz missachtete, schritten die europäischen Großmächte 1938 zur Überprüfung der „unanwendbar gewordenen Verträge und solcher internationaler Verhältnisse, deren Aufrechterhaltung den Weltfrieden gefährden (Versailler Vertrag, Art. 19).

 

So kam es zum Münchner Abkommen. Die Sudetendeutschen atmeten auf, da sie bis dahin auf der Stufe einer ausgebeuteten Kolonie leben mussten (Volkszeitung, Prag, 10.5.1968, S.1). Das US-Magazin „Time“ kürte Adolf Hitler zum „Mann des Jahres 1938“ (Time 2.1.1939, S. 1).

 

Im Übrigen sieht der Witikobund in dem Fehlgriff Schäubles ein Zeichen für den Verfall solider Geschichtskenntnisse. Man starrt unentwegt auf die  bewussten zwölf  Jahre und vergisst, dass es Annexionen schon bei Julius Caesar, Napoleon und unzähligen anderen gab.

 

Felix Vogt Gruber, Bundesvorsitzender Witikobund