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Skitriumphe/Sprachdefizite

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Wien, am 4. Feber 2013

 

Zeihsel: Gregor Schlierenzauer triumphiert in Harrachsdorf – aber Defizit der ORFSportredaktion!

Utl.: Müssen Sportler kein Kulturverständnis haben?

 

Mit zwei Siegen auf der Skiflugschanze in Harrachsdorf/Harachov trug sich der Tiroler Gregor Schlierenzauer ins Buch der Rekorde mit dem 47. und 48. Weltcupsieg ein! Wir gratulieren!

„Es wird Winter und die Sportredaktion des ORF kann nur mehr tschechisch, wenn sie über die nordböhmischen Wintersportorte - jetzt Harrachov - berichten“, beanstandet Gerhard Zeihsel, der Bundesobmann der SLÖ die Praxis der österreichischen Medienorgel.

„Solange die Amtssprache in Österreich deutsch ist, sollten nach sonst geübter Gepflogenheit Ortsbezeichnungen im Ausland auch mit der deutschen Bezeichnung verwendet werden. Doppelnennung ist natürlich möglich. Für Roma wird  auch Rom und für Milano Mailand und für Praha Prag verwendet! Warum nicht bei Harrachov /  Harrachsdorf und bei Liberec / Reichenberg und bei Bratislava / Preßburg?“

Harrachsdorf war schon in der Österr-Ungar.Monarchie ein bekannter Wintersportplatz und Sommerfrische im Riesengebirge, 700-800 m hoch in Nordböhmen. Die Graf Harrachsche Glasfabrik in Harrachsdorf-Neuwelt, 1712 gegründet, wurde weltberühmt, besonders in der Biedermeierzeit.

Unsere Bitte an alle: auch den deutschen Begriff verwenden, es ist eine Frage der Kultur!

Alle Österreicher sind aufgerufen, mehr Sensibilität bei der Verwendung von tschechischen und slowakischen Orts-bezeichnungen zu zeigen. Das gilt vor allem auch für die Medienleute des ORF, der Zeitungen und Zeitschriften. Aber auch Reiseveranstalter und Reisebüros, Behörden etc., sollten immer auch die historische, alte deutsche Orts-bezeichnung verwenden.

Auch bei den Straßenhinweisschildern sollte das von der ASFINAG beherzigt werden, wie es immerhin auch gängige Praxis in unseren Nachbarländern Deutschland, Ungarn und Slowenien ist!