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Stefan Karner/Philipp Lesiak: Erster Weltkrieg

Stefan Karner – Philipp Lesiak (Hg.)

 

Erster Weltkrieg

Globaler Konflikt – lokale Folgen

Neue Perspektiven

2014,  488 Seiten, gebunden m. zahlr. s/w- und Farbabb., ISBN: 978-3-7065-5386-5,

Preis: EUR 49,90

Reihe: Veröffentlichungen des Ludwig Boltzmann-Instituts für Kriegsfolgen-Forschung, Band: 27

Studienverlag GmbH, Erlerstr. 10, 6020 Innsbruck, Tel.: +43 512 395045, Fax: +43 512 395045 15,

e-mail: order@studienverlag.at    http://www.studienverlag.at

 

Im Grußwort zum Buch erinnert Landeshauptmann von NÖ, Dr. Erwin Pröll daran, dass 100 Jahre nachdem die Losung „Die Waffen nieder!“ von der Friedensnobelpreisträgerin Bertha von Suttner von patriotischer Kriegsbegeisterung und Kanonendonner überbrüllt wurde!

Gewissermaßen als Serviceleistung an der Schnittstelle zwischen Wissenschaft und Öffentlichkeit beauftragte das Amt der NÖ Landesregierung zu Jahresbeginn 2013 das Ludwig Boltzmann-Institut für Kriegsfolgen-Forschung mit der Organisation wissenschaftlicher Veranstaltungen im Rahmen des offiziellen Gedenkens an den Ersten Weltkrieg: ein Ergebnis ist dieses profunde Werk!

Für die sudetendeutsche Volksgruppe sollte dieser große Krieg eine Weichenstellung zum Verlust ihrer Heimat bedeuten!

Die Erforschung des Ersten Weltkrieges erfährt einhundert Jahre nach dessen Ausbruch auf der ganzen Welt großes öffentliches Interesse – was umgekehrt zu einer enormen Zunahme der Forschungstätigkeit zum kriegerischen Auftakt des „kurzen 20. Jahrhunderts" führt. Während die großen Erzählungen des Ersten Weltkrieges breit rezipiert werden, fehlt oft der publizistische Raum für intensiv recherchierte Detailstudien, die für ein besseres Verständnis unverzichtbar sind und mitunter eine teilweise Neuinterpretation dieses Krieges ermöglichen würden.

Dieses Buch versteht sich als eine Plattform für die Zusammenschau neuer Perspektiven, mit denen internationale Spezialistinnen und Spezialisten Ursachen, Phänomene und Folgen des fünfjährigen Konfliktes analysieren. Zusammengestellt wurden diese unter besonderer Berück-sichtigung einerseits der globalen Bedeutung des Krieges und andererseits seiner lokalen Aus-wirkungen:

Dem anonymen Massensterben des „totalen" Krieges werden konkrete regionale, geschlechts- oder standesspezifische Erfahrungshorizonte gegenübergestellt, der allumfassenden Kriegswirtschaft ihre lokale Ausformungen, der gleichgeschalteten Kriegspropaganda der einzelne Künstler oder dem Heldenmythos das Individuum. Erst durch die detaillierte Beschäftigung mit den Ereignissen von vor 100 Jahren können die großen Zusammenhänge des Konfliktes, vor allem aber auch die Langzeitwirkungen des Ersten Weltkrieges für die Gegenwart aufgezeigt und bewertet werden.