Sudetendeutsche, Heimatvertriebene, Haus der Heimat in Wien, Sudetendeutscher Heimattag, Märzgedenken, Zeitgeschichte, Böhmen-Mähren, Sudetendeutscher Pressedienst, Sudetenpost, Publikationen
Restitution Deutscher Orden

Wien, am 2. Dezember 2013

Der Deutsche Orden hat keinen Anspruch, seine Burgen im Rahmen der Kirchenrestitution zurückzuerhalten. František Mišek, Staatssekretär im Kulturministerium, sagte dies am Freitagabend. Die Burgen Busau/Bouzov und Eulenburg/Sovinec sowie das Kurbad Karlsbrunn/Karlova Studánka seien durch die Beneš-Dekrete enteignet worden und deswegen nicht vom Gesetz zur Rückgabe von konfisziertem Kircheneigentum betroffen.

Der Orden argumentiert jedoch, dass die Enteignung von einem Gericht für ungültig erklärt worden und deswegen erst nach 1948 erfolgt sei. Der Orden hat laut dem Tschechischen Fernsehen angekündigt, notfalls vor Gericht ziehen zu wollen.

Im Gesetz zur Kirchenrestitution ist verankert, dass nur Enteignungen nach dem 25. Februar 1948 zurückgegeben werden können.

Dazu ergänzt Bundesobmann Gerhard Zeihsel „dass der Deutsche Orden schon am 1.9.1938 durch das NS-Regime aufgelöst und enteignet wurde. Daher ist die Enteignung durch die ČSR nach den Beneš-Dekreten rechtswidrig erfolgt, denn NS-Gegner sind nicht unter die Benešdekrete gefallen!