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Adventsingen im Haus der Heimat

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Der Adventnachmittag 2013

im Haus der Heimat in Wien 3, Steingasse 25.

Auch in diesem Jahr fand am ersten Adventsonntag, diesmal am 1. Dezember, wieder die uns so lieb gewordene traditionelle Veranstaltung statt. Schon ab 12 Uhr mittags lud die Sudetendeutsche Jugend zum Weihnachtsmarkt mit Buchausstellung.

Da gab es eine Füllevon selbstgefertigten Dingen wie Schmuck für den Advent- und Weihnachts-tisch, Kerzen, Weihnachtskarten, Christbaumschmuck, bemalten Glasbehang, Keramikarbeiten, Häkel- und Klöppelarbeiten, sowie selbstgebackene Weihnachtsbäckereien und selbstgemachte Marmeladen.

Bei der Buchausstellung waren hauptsächlich Werke sudetendeutscher, karpatendeutscher, siebenbürgischer, donauschwäbischer aber auch zeitgenössischer Autoren vertreten. Auch den beliebten Bücher-Flohmarkt gab es wieder.

Um 16 Uhr versammelten sich alle im Festsaal zum Adventsingen. Der Saal war weihnachtlich ausgeschmückt, wobei neben einer Krippenpyramide aus dem Erzgebirge auch eine alte Papier-krippe ausgestellt wurde, die der bekannte Maler Josef Führich aus Nordböhmen entworfen hat.

Eingeleitet wurde die Feierstunde von zwei jungen Schülerinnen, die Weihnachtsgedichte vor-trugen. Eine Musikgruppe umrahmte stimmungsvoll die dargebotenen Gedichte, Texte und Erzählungen, welche von 6 Landsleuten - aus verschiedenen Teilen unserer alten Heimat stammend – gelesen und dargeboten wurden.

Der Bogen spannte sich von der Adventzeit, der Vorweihnachtszeit - wo viele Erinnerungen an schneebedeckte Felder und Wälder unserer Heimat auftauchten und an Adventmärkte, über die wir damals noch als kleine Kinder staunend liefen - bis hin zu Knecht Ruprecht und seinem mit Geschenken gefüllten Sack, zu den Heiligen Drei Königen aus dem Morgenland und hinein ins Neue Jahr zu den großen und kleinen Wünschen und Hoffnungen, die wir alle haben.

Eine Geschichte war besonders berührend: Eine Großmutter war Zwanzigjährige aus der Heimat ausgewiesen worden, aber ihre Schwester Lina hatte den Tschechen Jiri geheiratet und war dort geblieben. Jiri war schon lange tot und Tante Lina sehr krank. Die Enkel bekamen nun von einer Nachbarin in skurrilem Deutsch eine Karte. Darauf wurde ihnen mitgeteilt, dass sie kommen mögen, wenn sie Tante Lina noch einmal sehen wollten. Und so begann für diese jungen Leute eine abenteuerliche Reise in die Heimat ihrer Großeltern mit vielen unerwarteten, schönen und überraschenden Geschehnissen.

Zwischen den Gedichten und vorgetragenen Texten sangen wir, begleitet und unterstützt von der Musikgruppe, gemeinsam wunderschöne Weihnachtslieder.

Es waren auch diesmal wieder sehr viele Landsleute zu dieser Feierstunde gekommen. Anschließend setzte man sich noch zu Kaffee und Kuchen oder einem Gläschen Wein zusammen, plauderte und ließ den Tag ausklingen.

Edeltraut Frank-Häusler

Diashow vom Adventsingen - öffnen kann einige Sekunden dauern, durch anklicken eines kleinen Fotos entsteht Diashow

https://www.dropbox.com/sh/4ltt5l0qoisqrjn/Nzz6XaumI-