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Brief an Gauck, Kritik von G. Zeihsel

 

Wien , 13.Juni 2012

 

Bundespräsident Gauck schreibt tschechischem Präsident zum
70. Jahrestag von Lidice
Utl.: Stellungnahme von Zeihsel zum Thema
 
Der deutsche Bundespräsident Joachim Gauck hat sich zum 70. Jahrestag der Massaker von Lidice und Ležáky durch die Nazis in einem Brief an den tschechischen Präsidenten Václav Klaus gewandt.
 
Deutschland sei sich seiner „geschichtlichen Verantwortung bewusst“, schreibt Gauck. Der „Gedanke an die menschenverachtenden Terrorakte“ erfülle ihn „mit tiefer Betroffenheit und Scham“. Die Deutschen teilten den Schmerz der Opfer und fühlten mit den Überlebenden, von denen noch einige unter uns seien, so der Bundespräsident. In einer Antwort schrieb Klaus an Gauck, dass er den Brief von einem Politiker mit hoher moralischer Autorität in Deutschland sehr hoch schätze.
 
Aus der Sicht der Sudetendeutschen in Österreich stellte Bundesobmann Gerhard Zeihsel fest:
 
„Das Naziregime hatte die Massaker in Lidice und Ležáky als Vergeltungsakte für das von der ČSR-Exilregierung in London unter Edvard Beneš geplante Attentat auf Reinhard Heydrich, den Statthalter Hitlers in Prag, verübt. Da die Alliierten Beneš die Kollaboration der Tschechen mit dem NS-Regime massiv vorwarfen, da im Protektorat Böhmen und Mähren viel zu wenig Widerstands-aktionen vorkamen und die Waffenproduktion für das III. Reich wie geschmiert lief.
 
Beneš´s Kalkül war die Herausforderung Hitlers durch das Attentat auf Heydrich, das auch vom tschechischen Widerstand – wegen der zu erwartenden drastischen Reaktion Hitlers – schon bei der Planung abgelehnt wurde. Beneš wollte ein großes tschechisches Opfer, denn damit hatte er die Alliierten wieder auf seiner Seite! So war es dann auch.
 
Zum Kriegsende nützte Beneš die Gunst der Stunde sich der sudetendeutschen Volksgruppe durch Vertreibung und Beraubung zu entledigen – was schon in St. Germain 1919 sein Plan war!
 
Die Masse der Sudetendeutschen ließ sich nichts zuschulden kommen und daher sind die NS-Verbrechen von Lidice und Ležaky – nur vorgeschobene – Scheinargumente zur Begründung des Völkermordes an den seit Jahrhunderten ansässigen 3,5 Millionen „deutschösterreichischen Mitbewohnern in Böhmen, Mähren, Österr.-Schlesien und Karpatendeutschen in der Slowakei“ schloss Zeihsel.
 
In Lidice wurden am 10. Juni 1942 alle Männer des Ortes erschossen und die Frauen in Konzentrationslager verschleppt und die Kinder kamen in Kinderheime oder zu deutschen Familien zur Eindeutschung. Der Ort wurde dem Erdboden gleichgemacht. Die Bevölkerung von Ležáky wurde am 24. Juni des Jahres verschleppt, die Männer und Frauen wurden kurz darauf erschossen. Auch Ležáky wurde dem Erdboden gleichgemacht.
 
Die Sudetendeutsche Landsmannschaft hat dies schon in der Vergangenheit als Verbrechen verurteilt – und wir bedauern und wiederholen das auch heute wieder!